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Beziehungskrise – Wichtige Informationen

Beziehungskrise

Ihr habt Euch öfter mal gestritten, doch bislang schien jeder Streit Eure Liebe nur stärker zu machen. Diesmal allerdings sieht es anders aus. Die Blicke, die Du erntest, fühlen sich nicht mehr warm und liebevoll an, aus jedem Wort entsteht ein neuer Streit, und wie es aussieht, kannst Du Dich kaum noch richtig verhalten. Ihr steckt mitten in einer Beziehungskrise, die einen Wendepunkt in Eurem Leben darstellen kann. Eine Beziehungskrise ist der Moment, in dem Du Dich immer öfter dabei ertappst, wie Du Dich fragst, ob das alles noch einen Sinn hat. Vermutlich sieht die Zukunft während einer Beziehungskrise ziemlich düster aus. Oft fühlst Du Dich, als würdest Du Deinen Partner kaum noch wiedererkennen. Doch ist nun tatsächlich der Zeitpunkt gekommen, alles über den Haufen zu werfen und zu gehen?

Beziehungskrise: Handelt es sich wirklich um eine richtige Beziehungskrise?

Um herauszufinden, ob Eure Beziehung tatsächlich auf der Kippe steht, musst Du ein wenig Detektiv spielen. Zuerst ist es manchmal hilfreich, die äußeren Umstände zu beobachten. Wenn Ihr Euch beispielsweise häufig streitet oder nicht mehr annähernd so viel miteinander unternehmt, solltest Du Dich vielleicht fragen, ob sich ein äußerlicher Stressfaktor in Euer Leben geschlichen hat. Möglicherweise steht es gar nicht so schlimm um Eure Partnerschaft, sondern einer von Euch hat Probleme im Job oder mit der Familie. In einem solchen Falle solltest Du versuchen, ein klärendes Gespräch einzuleiten.

Hat sich jedoch nichts geändert, gilt es, auch auf weitere Hinweise für eine Beziehungskrise zu achten. Ein ausschlaggebendes Anzeichen für eine heftige Beziehungskrise können Streitereien um unwichtige Dinge sein. Klar, in jeder Beziehung gibt es ab und an einige Wortgefechte. Einige davon können auch ziemlich heftig ausfallen. Doch nur selten streiten sich glückliche Paare über Banalitäten. Und wenn, dann können sie im Endeffekt gemeinsam darüber lachen. Falls es in Eurer Beziehung jedoch gefühlt bei jedem Anlass einen heftigen Streit gibt, ist dies kein gutes Zeichen. Eine Partnerschaft sollte schließlich eher dem Paradies gleichen, nicht einem Minenfeld.

Auch das Gefühl, das Du nach dem Streit hast, kann viel aussagen: Üblicherweise löst es viele Probleme, sich einfach mal abzureagieren. Danach fühlt man sich freier und kann sich problemlos entschuldigen. Wenn die Beziehung allerdings langsam aufgrund einer Beziehungskrise scheitert, ist der Wille, sich zu entschuldigen und zu versöhnen, häufig nicht mehr da. Du fühlst Dich ungerecht behandelt und hast nur bedingt das Bedürfnis, alles wieder in Ordnung zu bringen. Dies kann darauf hinweisen, dass Du unterbewusst nicht mehr daran glaubst, dass die Dinge zwischen Dir und Deinem Partner überhaupt wieder in Ordnung gebracht werden können.

Auch wie beziehungsweise ob Ihr über eine gemeinsame Zukunft sprecht, kann Dir Aufschluss über Eure Situation geben. Vor allem, wenn die Beziehung noch ziemlich frisch ist, ist es normal, nicht über Heiraten, Hausbau und Kinder zu sprechen. Allerdings kommen diese Themen das eine oder andere Mal auf. Wenn Du also abrupt bemerkst, dass Dein Partner bei Themen dieser Art ausweicht oder Du selbst auch nicht darüber nachdenken möchtest, kann dies ein Anzeichen für eine Beziehungskrise sein.

Doch nicht nur Pläne für die fernere Zukunft können auf eine Beziehungskrise hindeuten. Auch Anlässe wie Geburtstage und Hochzeiten, über die Du Dich nicht freuen kannst, weil Du Deiner Beziehung eigentlich nicht mehr so lange Zeit gibst, sprechen für sich. Dafür nicht nur Eure Kommunikation miteinander kannst Du beobachten, wenn Du herausfinden möchtest, ob es sich um eine wahrhafte Beziehungskrise handelt. Auch auf das, was Du selbst über Deinen Partner erzählst, solltest Du achten. Wenn Du Dich immer wieder dabei ertappst, wie Du im Gespräch mit anderen sofort abwinkst, sobald es um Deinen Partner geht, oder offen heraus sagst, dass Du ihn satthast, ist die Beziehungskrise auch für Euer Umfeld offensichtlich.

Beziehungskrise: das Leben ohne ihn oder sie – ein Gedankenexperiment

Eine Beziehungskrise muss nicht zwangsweise bedeuten, dass Ihr Euch trennen solltet. Falls Du Dir unschlüssig bist, kannst Du es mit einem Gedankenexperiment versuchen, in dem Du Dir vorstellst, wie Dein Leben ohne Deinen Partner aussehen würde. Du siehst Dich eigentlich überhaupt nicht ohne sie oder ihn? Wenn Dir alle Deine Zukunftspläne freudlos und grau erscheinen, wenn Du Deinen Partner nicht mit einkalkulierst, bist Du vermutlich nicht bereit für eine Trennung und solltest zusammen mit ihm oder ihr versuchen, Eure Beziehung zu retten.

Anders sieht es allerdings aus, wenn Du das Gefühl bekommst, dass Du Deine Träume mit Deinem Partner an Deiner Seite gar nicht erfüllen kannst. In Deinen Vorstellungen steht er oder sie Dir ständig im Weg, verlacht Dich, gibt Dir keine Unterstützung. Wenn ja, solltest Du die Beziehungskrise lieber abrupt beenden und Dich von Deinem Partner trennen. Auf Dauer kann aus Eurer Partnerschaft so leider nichts werden.

Beziehungskrise: Lege Eure Beziehung in die Wagschale

Es ist nur selten wirklich alles schlecht. Wenn Du trotz Beziehungskrise nicht der Meinung bist, dass es besser für Euch beide wäre, dem Ganzen ein Ende zu setzen, solltest Du die guten und schlechten Aspekte Eurer Beziehung gegenüberstellen. Am besten Du erledigst dies auf die klassische Methode: mit Zettel und Stift. So kannst Du mehr oder minder grafisch dargestellt sehen, ob Dir für die gute oder für die schlechte Seite mehr Dinge einfallen.

Allerdings solltest Du Dir darüber im Klaren sein, dass nicht alle Argumente für oder gegen Eure Beziehung gleichermaßen wertig sind. Schließlich ist es eher nicht vergleichbar, dass Dein Partner hervorragend malen kann, wenn Du Dich von ihm oder ihr unterdrückt fühlst. Deshalb solltest Du möglicherweise mit einem Punktesystem arbeiten und anschließend alle Punkte addieren. Eine Beziehung ist vielleicht weniger einfach aufzulösen als eine Freundschaft, dennoch sollte der Partner an sich ähnlich gewählt werden wie die Menschen, die Du in Deinen engsten Freundeskreis lässt. Nur wenn Du das Gefühl hast, dass Dein seelisches Wohlbefinden von Deinem Partner profitiert, hat die Beziehung überhaupt einen Sinn.

Und apropos Freunde: Auch wie häufig Deine Familie oder Deine Freunde bei Euch vorbeischauen oder mit Euch zusammen etwas unternehmen möchten, kann ein Indikator für eine Beziehungskrise sein. Unterbewusst nehmen viele Menschen wahr, wenn sich bei einem Pärchen eine Beziehungskrise anbahnt oder bereits in vollem Gange ist. Wenn Deine Freunde also immer häufiger Treffen meiden, zu denen Ihr beide kommen wolltet, sollte Dir auch das zu denken geben.

Beziehungskrise: das Wichtigste zuerst

Wenn Eure Beziehungskrise langsam überhandnimmt, ist es Zeit, Dir reiflich zu überlegen, ob Dir Dein Stolz oder Dein Partner wichtiger ist. Klar, eine Beziehung zu führen kann oft sehr schön sein. Manchmal auch so schön, dass die guten Zeiten die Beziehungskrise vollständig in den Schatten stellen. Doch wenn Du merken solltest, dass Du von Deinem Partner hauptsächlich nur noch Deine Ruhe willst, liegt eine Trennung vielleicht näher als eine Aussöhnung. Um dieses Problem zu lösen, musst Du Dich kritisch mit Deinen Gefühlen und Handlungen auseinandersetzen. Wenn Du glaubst, dass Du der Teil der Beziehung bist, der sich Harmonie wünscht und alles tut, um diese wiederherzustellen, hat Eure Beziehung eher schlechte Karten.

Anders sieht es allerdings aus, falls Dir auffällt, dass Dich tatsächlich viele Kleinigkeiten an Deinem Partner ärgern, die Du sonst nicht so schlimm fandest. In einem solchen Falle kann es hilfreich sein, den Ursprung für Deine Gereiztheit zu finden. Ein häufiges Problem in Beziehungskrisen ist auch fehlgeleitete Kommunikation, die niemand bereit zu klären ist, da er sich sonst in seinem Stolz verletzt fühlt. Da hilft es, die Angelegenheit gemeinsam kritisch zu beleuchten und zu versuchen, nicht nur auf seinem Recht zu beharren. Allerdings müssen beide Parteien gleichermaßen bereit dazu sein. Schließlich hat es keinen Sinn, wenn aus solch einer wichtigen Unterredung nur ein weiterer Streit entsteht.

Beziehungskrise: Schweigen ist Silber, Reden ist Gold

So manche Beziehungskrise hat keinen direkten Streit zur Grundlage: Viel eher entspringt sie zahlreichen kleinen und großen Enttäuschungen sowie Kränkungen, die verschwiegen werden und sich unbewusst im Verhalten widerspiegeln. Selbst wenn Du denkst, Du könntest Deine Gefühle verstecken – das kann niemand so gut, wie er glaubt. Außerdem hat dies oft zur Folge, dass die Absicht, keinen Streit entfachen zu wollen, nur ins Gegenteil umschlägt. Der Partner merkt, dass etwas nicht stimmt, und fühlt sich gekränkt, weil Du es nicht teilen willst. Kein Wunder, dass es dann häufig zu der falschen Interpretation kommt, dass Du ein Problem mit Deinem Partner als Person hast. Je länger und häufiger die Emotionen ohne etwas zu sagen einfach in sich gekehrt werden, desto schlimmer droht die Beziehungskrise im Endeffekt zu werden.

Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, dem Ärger Luft zu machen. Vielleicht ist Deinem Partner noch gar nicht aufgefallen, dass Du beispielsweise immer zahlst, wenn Ihr ausgeht? Oder dass es Dich kränkt, wenn er oder sie mit anderen Menschen flirtet? Egal, wie lange Ihr einander kennt: Dass Dein Partner Deine Gedanken lesen und auch richtig interpretieren kann, ist höchst unwahrscheinlich. Gleiches gilt, wenn Du merkst, dass Dein Partner Dir etwas verschweigt. In einem solchen Falle solltest Du klar ansprechen, dass Du in Eurer Beziehung keinen Sinn siehst, wenn Ihr nicht offen zueinander seid.

Beziehungskrise: warum Streit dazugehört

Streit gehört insbesondere in langen Partnerschaften dazu. Wenn er allerdings täglich stattfindet und immer banalere Auslöser findet, handelt es sich um eine Beziehungskrise. Häufig ist auch ein essenzielles Problem, dass nur die wenigsten Menschen richtig streiten können. Das zeichnet sie nicht als besonders harmoniebedürftig aus, da so nur noch mehr Streit entsteht. Viel eher mangelt es ihnen an bestimmten Kompetenzen, die zu einer Problemlösung führen können. Laut Wissenschaftler John Gottmann gibt es sogar bestimmte Verhaltensmuster, die in einem erfolgreichen Streit nicht vorkommen sollten (und es dennoch immer wieder tun, wodurch eine Beziehungskrise entstehen kann). Die „vier apokalyptischen Reiter“, wie Gottmann sie nennt, seien wenig konstruktive Kritik, das sture Abblocken des Partners, keine Einsicht zu zeigen und offene Verachtung.

Doch wie sollst Du also gefasst bleiben, wenn ein Streit mit Deinem Partner es Dir schwer macht, die Kontrolle zu behalten? Viele Psychologen empfehlen ruhige Ichbotschaften, um den Partner bloß nicht zu kränken. Tatsächlich tut es nicht nur gut, den Partner wirklich mal anzuschreien. Dies sollte jedoch tatsächlich nur geschehen, wenn es auch angebracht ist. Wer betont ruhig bleibt und sich zu verstellen versucht, kann den Partner oft nur umso mehr aufregen. Wenn Du nämlich derart wütend bist, dass Du laut wirst, bedeutet das gleichzeitig, dass Du Deinem Partner Deine wahren Gefühle zeigst. Dennoch darfst Du es auch nicht übertreiben.

Gleichzeitig solltest Du aber auch nicht nur Streit anfangen, weil Dir gerade danach ist. Wer Streit anfängt, hat idealerweise auch ein Ziel, das er damit erreichen möchte. Aus diesem Grund solltest Du Deinem Partner auch die Möglichkeit geben, einen Kompromiss mit Dir auszuhandeln. Wenn Du absolut nicht auf halbe Lösungen eingehen willst, räumst Du Deinem Partner nicht genügend Platz in Eurer Beziehung ein. Um ihm Deine Kompromissbereitschaft deutlich zu machen, musst Du auch zuhören. Während Dein Partner noch spricht, bereits zu überlegen, was Du ihm oder ihr als Nächstes an den Kopf wirfst, ist sehr kontraproduktiv.

Gut, Du hast es nun gesagt. Endlich bist Du es losgeworden. Doch wirklich etwas gelöst habt ihr nicht. Deshalb musst Du auch auf das, was Dein Partner Dir sagt, eingehen. Ganz egal, wie wenig Du damit übereinstimmst. Ebenso sinnlos ist eine Streiterei, wenn Du ganz offensichtlich sehen kannst, dass Du gleich abgeblockt wirst. Deshalb ist auch Timing wichtig, wenn Du Dir von der Diskussion wirklich Ergebnisse erhoffst. Nach der Arbeit oder sofort nach dem Aufstehen wird Dein Partner wohl kaum bereit sein, ein konstruktives Gespräch mit Dir zu führen.

Doch auch auf das, was Du sagst, solltest Du achten. Abgesehen von offensichtlichen Dingen wie zum Beispiel, dass Du Deinen Partner keineswegs unter der Gürtellinie angreifen solltest, ist es hilfreich, konkret zu bleiben. Das bedeutet: Auch wenn Du in der Vergangenheit einige Dinge einfach geschluckt hast – ein Streit ist nicht der richtige Zeitpunkt, diese anzusprechen. Dies wirkt auf Dein Gegenüber eher, als wolltest Du Gründe sammeln, Dich zu streiten. Und das garantiert Dir aus diesem Grund nur in den seltensten Fällen, dass Du ernst genommen wirst. Schließlich sind streitsüchtige Menschen ziemlich anstrengend.

Beziehungskrise: Zeige Deinem Partner, wie viel er oder sie Dir bedeutet!

Eine Beziehungskrise kann vorkommen. Doch wenn beide Parteien gleichermaßen genervt voneinander sind und Du Dich eigentlich nicht trennen willst, solltest Du trotz allem versuchen, Deinem Partner zu zeigen, wie stark Deine Liebe ist. Das vermeintlich Schwierigste ist häufig, sich einfach aufrichtig zu entschuldigen. Dabei kann eine Entschuldigung in manchen Fällen schon so einiges geradebiegen. Anstatt also immer auf Dein Recht zu beharren, kannst Du es mal damit versuchen, Dich zu entschuldigen. Sage Deinem Partner, dass Du ihn oder sie nicht kränken willst und all die Streitereien Dich verletzen. Wer weiß, vielleicht lag die Beziehungskrise auch daran, dass Dein Partner sich nicht genug beachtet gefühlt hat? Wenn Du jedoch merkst, dass Du eine Entschuldigung nicht angebracht findest und Dir mehr oder weniger egal wird, was Dein Partner fühlt, ist es vielleicht an der Zeit, die Beziehungskrise mit einer Trennung zu beenden.

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